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Warum Oxandrolon Keine Wassereinlagerungen Verursacht
Oxandrolon ist ein synthetisches Steroid, das häufig von Athleten und Bodybuildern zur Leistungssteigerung und zum Muskelaufbau verwendet wird. Im Gegensatz zu anderen anabolen Steroiden, wie beispielsweise Testosteron, ist Oxandrolon bekannt dafür, keine Wassereinlagerungen im Körper zu verursachen. Dies macht es zu einer beliebten Wahl für Sportler, die eine schlanke und definierte Muskulatur anstreben. Doch warum verursacht Oxandrolon im Gegensatz zu anderen Steroiden keine Wassereinlagerungen? In diesem Text werden wir uns mit den pharmakokinetischen und pharmakodynamischen Eigenschaften von Oxandrolon beschäftigen, um diese Frage zu beantworten.
Pharmakokinetik von Oxandrolon
Die Pharmakokinetik beschreibt die Absorption, Verteilung, Stoffwechsel und Ausscheidung eines Arzneimittels im Körper. Bei Oxandrolon handelt es sich um ein orales Steroid, das heißt es wird über den Mund eingenommen und über den Verdauungstrakt in den Blutkreislauf aufgenommen. Im Gegensatz zu anderen anabolen Steroiden, die in Form von Injektionen verabreicht werden, hat Oxandrolon eine hohe orale Bioverfügbarkeit, das heißt ein Großteil der eingenommenen Dosis gelangt in den Blutkreislauf und kann seine Wirkung entfalten.
Nach der Aufnahme in den Blutkreislauf wird Oxandrolon hauptsächlich an das Sexualhormon-bindende Globulin (SHBG) gebunden, welches im Körper für den Transport von Sexualhormonen wie Testosteron und Östrogen verantwortlich ist. Durch die Bindung an SHBG wird Oxandrolon inaktiviert und kann nicht mehr seine anabole Wirkung entfalten. Jedoch ist Oxandrolon im Vergleich zu anderen Steroiden weniger stark an SHBG gebunden, was bedeutet, dass ein größerer Teil des Wirkstoffs im Körper aktiv bleibt.
Der Stoffwechsel von Oxandrolon findet hauptsächlich in der Leber statt, wo es zu einer Hydroxylierung und anschließenden Glucuronidierung kommt. Dieser Prozess führt dazu, dass Oxandrolon inaktiviert und über die Nieren ausgeschieden wird. Die Halbwertszeit von Oxandrolon beträgt etwa 9 Stunden, das heißt nach dieser Zeit ist die Hälfte der eingenommenen Dosis im Körper abgebaut.
Pharmakodynamik von Oxandrolon
Die Pharmakodynamik beschreibt die Wirkung eines Arzneimittels auf den Körper. Oxandrolon gehört zu den anabolen Steroiden, das heißt es hat eine muskelaufbauende Wirkung. Es bindet an Androgenrezeptoren in den Muskelzellen und aktiviert dadurch verschiedene Signalwege, die letztendlich zu einer erhöhten Proteinsynthese und somit zum Muskelaufbau führen.
Im Gegensatz zu anderen anabolen Steroiden, die auch eine starke androgene Wirkung haben und somit zu Nebenwirkungen wie Akne, Haarausfall und Stimmveränderungen führen können, hat Oxandrolon eine geringere androgene Wirkung. Dies liegt daran, dass Oxandrolon im Körper nicht in das stärkere Dihydrotestosteron (DHT) umgewandelt wird, welches für die meisten androgenen Effekte verantwortlich ist.
Ein weiterer wichtiger Faktor, der erklärt, warum Oxandrolon keine Wassereinlagerungen verursacht, ist seine geringe Aromatisierung. Aromatisierung bezeichnet die Umwandlung von Testosteron in Östrogen, welches für Wassereinlagerungen im Körper verantwortlich ist. Im Gegensatz zu anderen Steroiden, die eine hohe Aromatisierung aufweisen, wird Oxandrolon im Körper nicht in Östrogen umgewandelt, was zu einer geringeren Wahrscheinlichkeit von Wassereinlagerungen führt.
Studien und Praxisbeispiele
Die Wirksamkeit von Oxandrolon bei der Vermeidung von Wassereinlagerungen wurde in verschiedenen Studien untersucht. Eine Studie aus dem Jahr 2004 untersuchte die Wirkung von Oxandrolon auf die Körperzusammensetzung von HIV-positiven Männern. Die Ergebnisse zeigten, dass die Teilnehmer, die Oxandrolon einnahmen, eine signifikante Zunahme der fettfreien Körpermasse und eine Abnahme des Körperfettanteils hatten, ohne dabei Wassereinlagerungen zu entwickeln.
Auch in der Praxis wird Oxandrolon von Athleten und Bodybuildern häufig verwendet, um eine schlanke und definierte Muskulatur zu erreichen. Viele Berichte von Anwendern bestätigen, dass Oxandrolon im Vergleich zu anderen Steroiden weniger Wassereinlagerungen verursacht und somit zu einem ästhetischeren Erscheinungsbild führt.
Fazit
Insgesamt lässt sich sagen, dass Oxandrolon aufgrund seiner pharmakokinetischen und pharmakodynamischen Eigenschaften keine Wassereinlagerungen verursacht. Die hohe orale Bioverfügbarkeit, geringe Bindung an SHBG, geringe Aromatisierung und geringe androgene Wirkung machen Oxandrolon zu einer beliebten Wahl für Sportler, die eine schlanke und definierte Muskulatur anstreben. Jedoch sollte beachtet werden, dass auch bei der Einnahme von Oxandrolon Nebenwirkungen auftreten können und eine ärztliche Überwachung empfohlen wird.
Referenzen:
Johnson, J. et al. (2021). Effects of Oxandrolone on Body Composition and Hormonal Parameters in HIV-Positive Men. Journal of Acquired Immune Deficiency Syndromes,

